Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt e.V.
Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch

 
 

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15 Jahre AMYNA – Rede von Sibylle Härtl

15 Jahre AMYNA!
Wer hätte das damals gedacht als die ersten  Informationsveranstaltungen über Prävention von sexuellem Missbrauch gehalten wurden.

Stefanie Cren, Monika Leeb, Roswitha Reger und Tina Kuhne waren die Tatkräftigen der ersten Stunde. Sie haben mit viel Elan und Überzeugungskraft über sexuellen Missbrauch und Möglichkeiten der Prävention informiert.  Und sie haben für den neuen Verein geworben, der in den Startlöchern stand.

Und das mit Erfolg:
So mussten sie erfahren, was alle Mütter schon lange wissen: kaum hat frau das Kind zur Welt gebracht hat, muss sie es auch schon wieder loslassen.

Es war sicher nicht ganz einfach für die Frauen der ersten Stunde, als sich tatsächlich  schon bald eine Horde junger Studentinnen mit viel Elan diesem Jungen Verein anschloss, um alles zu diskutieren und Vieles in Frage zu stellen.

 

Nach der ersten Phase des Diskutierens und aneinander Reibens waren schnell die gemeinsamen Ziele klar.
- Es muss mehr geben als die wöchentlichen ehrenamtlichen Treffen, die uns noch viele Jahre begleiten sollten.
- Die Ideen müssen zum Konzept werden
- UND der Antrag für ein  öffentlich bezuschusstes Projekt muss auf den Weg gebracht werden.
Wir waren überzeugt: Nur so kann dem  Stellenwert der Prävention in der Münchner Jugendhilfelandschaft angemessen Rechnung getragen werden.

Der erste Antrag wurde eingereicht und bewilligt. Und das 1992 in Zeiten des absoluten Haushaltsstopps.
Die PolitikerInnen  haben sich für die Zukunft von Mädchen und Jungen entschieden.
Der Brisanz des Themas und die Chancen sexuellen Missbrauch frühest möglich zu verhindern wurden wurde eine hohe Priorität eingeräumt.

Danach  ging die Arbeit erst richtig los, denn die erste Mitarbeiterin des Projektes sollte angemessene Unterstützung finden. Renovieren, diskutieren, Ideenentwickeln – und das oft gleichzeitig. Ein guter Austausch um den Start des Projektes sicher zustellen. Wir waren in Aufbruchstimmung!

Es spricht für die Kontinuität  und Ausdauer und das gute Arbeitsklima bei AMYNA, dass die Gründerin Stefanie Cren lange Jahre den Verein als Vorstandsfrau begleitet hat.
Viele der  jungen Studentinnen von damals, die mittlerweile morgens vor dem Spiegel ihre grauen Haare zählen, sind dem Verein als Mitfrauen und Mitarbeiterinnen treu geblieben.

Wir freuen uns und schätzen diese langjährige Kontinuität die sich auf alle Bereiche erstreckt sehr:

  • mit stabilen und langjährigen Vorstandsschaften: Sabine Braun seit 14 Jahren im Vorstand, Elke Schmidt seit 9 Jahren und Elisabeth Gfüllner seit 5 Jahren.

  • auch viele Mitfrauen  begleiten den Verein seit den ersten Stunden. Sie unterstützen die Arbeit finanziell, ideell, tatkräftig und sehr zuverlässig. Eine wichtige Stütze für den Verein.

  •  

  • Und auch die  Mitarbeiterinnen des Instituts arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung der Ziele Wir können fast sagen, hat sich erst einmal eine Mitarbeiterin  von den Ideen anstecken lassen, dann kann sie nicht mehr davon lassen.
     
    So hatten wir unseren ersten richtigen Personalwechsel erst nach elf Jahren Institutsarbeit . Eine Fakt um den uns sicher  viele ArbeitgeberInnen beneiden.



Denn alle EntscheidungsträgerInnen wissen es. Eine geringe Mitarbeiterinnenfluktuation verhindert Knowhow-Verlust und ist Garant für hohe Qualität.

Kontinuität  und Ausdauer,
Genauigkeit und Akribie,
Strukturiertheit und vorausschauendes Denken
Und natürlich sorgfältige Planung
All das gehört zu einer guten Präventionsarbeit.
Auch wenn wir damit  vielleicht schon so manche Vernetzungskollegin zur Verzweiflung getrieben haben (was sicher die hier Anwesenden bestätigen können),
wissen wir, dass wir damit auch viel erreicht haben

15 Jahre AMYNA heißt 15 Jahre erfolgreiches arbeiten gegen Vorurteile und Mythen zu sexueller Gewalt

15 Jahre AMYNA sind 15 Jahre erfolgreiche und effektive Kooperationen mit zuverlässigen Partnerinnen

15 Jahre AMYNA bedeutet 15 Jahre neue Informationen zu sexuellen Missbrauch auswerten und in Informationen übersetzen, die für die Vorbeugung hilfreich sind.

15 Jahre AMYNA heißt 15 Jahre Öffentlichkeitsarbeit machen, die Menschen hilft für Mädchen und Jungen einzutreten und nicht  reißerisch,  sensationsheischend und lähmend ist.

15 Jahre AMYNA heißt aber auch 15 Jahre innovativ bleiben und neue Arbeitsbereiche wie z.B. den Bereich der interkulturellen Prävention einführen

15 Jahre AMYNA bedeutet15 Jahre dafür eintreten, dass Prävention als unverzichtbarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit gesehen wird und in den Institutionen als integraler Bestandteil der Konzepte eingeführt wird

UND
15 Jahre AMYNA heißt 15 Jahre eintreten für die Rechte von Mädchen und Jungen
in bisher knapp 20.000 Kontakten mit Bezugspersonen von Kindern, wie Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen, Sozialpädagoginnen.
Nicht eingerechnet, die Menschen, die durch Presseberichte, Fachartikeln, Publikationen und unsere Homepage erreicht wurden.

 

Oft werden wir gefragt, ob es nicht sehr belastend sei zu diesem schweren Thema zu arbeiten.

Tja,  wir denken, wir haben uns mit unserem Ziel sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen zu verhindern, kein leichtes Thema ausgesucht.
Aber es gibt so viele positive und zukunftsbejahende Aspekte in der Prävention, dass die Arbeit nicht schwer fällt.
Wir sehen unseren  Auftrag, darin das Thema so zu bearbeiten, dass wir gemeinsam mit den Teilnehmerinnen unserer Veranstaltungen Ohnmacht und Lähmung angesichts dieses schweren Themas überwinden.
UND für uns bedeutet  Motivation, Fachlichkeit und Handlungsfähigkeit zu vermitteln  Antrieb und Ausblick zu gleich.

Menschen mit kleinen Schritten, die wir Ihnen aufzeigen Handlungsfähig machen! Das ist unser Ziel

Es geht darum Mädchen und Jungen zu schützen,
für ihre Rechte auf sexuelle und körperliche Unversehrtheit einzutreten,
ihnen einen Rahmen zu ermöglichen, in dem sie sich ungehindert entwickeln können
und es geht darum, Erwachsene dafür zu gewinnen für den Schutz der Mädchen und Jungen in die Verantwortung zu gehen.

Wir denken, dafür rentiert es sich einzutreten. Tag für Tag.
Das bedeutet aber natürlich auch Geld in die Zukunft von Mädchen und Jungen und ihren Schutz zu investieren.
Und das nicht erst wenn etwas passiert ist, sondern am Besten bevor etwas passiert ist. Nicht nur dass es langfristige Kosten für die Kommunen und den Staat verhindern hilft, es verhindert vor allem unermessliches Leid von Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt erleben müssen.
Deshalb möchten wir an dieser Stelle  an die Politikerinnen appellieren, auch in Zeiten magerer Kassen diesen wichtigen Bereich (der Vorbeugung sexuellen Missbrauchs) angemessen zu bewerten und ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.
Für eine bessere Zukunft von Mädchen und Jungen.

 

Es ist vorhin schon durchgeklungen:
Prävention von sexuellem Missbrauch ist ein buntes und vielfältiges Arbeitsgebiet. Es ist mutlikulturell, geschlechtsrollenöffnend, generationenübergreifend, selbstverständlich sozialraumorientiert, und nicht zuletzt: es macht auch Spaß:

Ein bisschen was von diesem Spaß möchten wir Ihnen im nun mit dem allseits bekannten und beliebten AMYNA-Click vermitteln.
Sicher kennen Sie dieses Quiz.
Es setzt sich zusammen aus zwei verschiedenen Frageformen.
Den Auswahlfragen und
Den Bilderrätseln.

20 Jahre AMYNA

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www.sicherewiesn.de